RUSSISCHER JAHRMARKT

Erfolgreicher «Herbstmarkt» in Bad-salzuflen

An dem Jahrmarkt haben über 120 Teilnehmer aus verschiedenen Regionen Deutschlands teilgenommen. Nach der Aussage des Veranstalters des Marktes, des Leiters der BEM MEDIA GmbH&Co KG Herrn Alexander Bem, wurde auf dem Markt eine Vielzahl von Waren und Dienstleistungen vorgestellt: „Das breiteste Angebot von Druckwerken, Kosmetik, Fotomontage im Computerbusiness, das sich schon zurückgezogen zu haben schien. Es gibt einen Stand, wo man Bilder bearbeitet, irgendeine Montage. Vielfältiges Business“.

Zum Highlight dieses „Herbstmarkts“ ist der Markencognac geworden. Von seinen Produzenten werden lediglich 70 Flaschen von diesem bernsteinfarbenen Getränk hergestellt. „Und einige Exemplare wurden bei unserem Jahrmarkt präsentiert. Können Sie sich so was vorstellen?“, teilte uns stolz Alexander Bem mit.

Man muss sagen, dass eine Flasche dieses Cognacs nicht billig ist. Obwohl ich dieses exklusive Getränk nicht probieren konnte, habe ich Menschen gesehen, die sich eine Flasche für ihre private Kollektion leisten konnten. Einer von ihnen war Pawel aus Südbayern: „Sobald ich diesen Cognac gesehen habe, entschloss ich mich den gleich zu besorgen. An meiner Getränkekollektion kann man schon Geografie lernen. Diesen Cognac habe ich aber früher nie gesehen. Ich finde, dass meine Kollektion jetzt mit einem würdigen Exemplar ergänzt wurde. Ich werde gerne meinen Freunden erzählen, dass ich es auf dem „Russischen Jahrmarkt“ in Bad Salzuflen gekauft habe“.

Während sich die Männer für die so zu sagen exklusiven Exemplare interessiert haben, konnten sich ihre Ehehälften von Herzen gern entspannen und  Wellness genießen. In einer Halle waren alle möglichen für den Körper angenehmen „Punkte“ untergebracht, ohne Konkurrenz für einander zu machen.

Hier konnte man auf einem Wunderbett liegen und eine 15-minütige Ladung der Munterkeit und Gesundheit bekommen, aber auch auf speziellen Plattformen Sit-ups machen und  Muskeln durcharbeiten. Oder eine Sitzung der Gesundheitsmassage genießen. Und dazu noch eine Tasse leckeren Tee trinken, Karaoke singen, viele von den für den häuslichen Bedarf nötigen Sachen besorgen. Es war erfreulich zu sehen, dass die Besucher an die Bücherauslagen nicht vorbei gingen.

Besonders populär waren auch die Torten, die zum Markt aus einem tschechischen Dorf Všemina, Okres Zlín gebracht wurden. Die „alttschechischen Medowniki“ und „Napoleone“ sind reißend abgegangen! Herr Wladimir Stomatow, der Herr der Bäckerei „Medox“, war glücklich, dass seine Produktion den Gästen so gut gefallen ist: „Wir sind zum ersten Mal zum „Russischen Jahrmarkt“ gekommen. Auch wenn wir uns oft an verschiedensten Messen und Ausstellungen beteiligen, in Bad Salzuflen haben wir neue Erfahrungen gesammelt, neue Kontakte geknüpft. Nächstes Mal kommen wir unbedingt wieder! Und machen eine Ecke für Naschkatzen mit Tee und unseren Torten, damit hier die Besucher mit der ganzen Familie erholen und unser leckeres, mit Liebe gemachtes Gebäck probieren könnten“.

Selbstverständlich konnte man außer Torten auch Schaschliki, Manty, Pelmeni, Tschebureki, Beljaschi und Pirogi kosten. Und das noch frisch gebacken! Der Duft von Spezialitäten strömte in die Nase und führte die Gäste in die „richtige“ Richtung. Ehrlich gesagt musste ich 20 Minuten in der Schlange stehen, um den leckersten Tscheburek zu probieren. Der Geschmack des Lieblingsgerichts meiner Kindheit hat aber gewonnen, so war die Wartezeit nicht umsonst verbracht. Hier konnte man sich doch mit den völlig unbekannten Leuten kommunizieren, neue Kontakte knüpfen und Bekanntschaften bekommen. Zu den Fleischgerichten wurden frisch gesalzte Gurken und koreanischer Karottensalat angeboten.

So, der Hunger scheint gestillt zu werden. Jetzt kann man weiter durch den Markt spazieren gehen. Aber weit gefehlt! Für die kleinen ist es zu langweilig, entlang die Ständer herumzuschlendern. Gerne würden sie jetzt herumlaufen, sich austollen… Nun  springt die Kinderecke in die Bresche. Trampolinen, Karussells, Kinderanimation… Die Kinderchen treiben sich hier gerne herum, während die Eltern ruhig und ohne Sorgen alle ausgestellten Waren anschauen können und ihre Neugier befriedigen, indem sie länger in verschiedenen Schlangen stehen können. Alles wäre schön, die Markthalle ist aber so groß, dass die Beine nicht mehr weiter gehen können. „Wenn ich so was haben würde“, denke ich, wenn ich einen Mitarbeiter auf einem speziellen Elektroroller drumherum fahren sehe. „Gucken Sie mal, ich habe schon 60 Kilometer in paar Stunden gefahren. Ich habe nur einen Akkumulator ausgetauscht“, teilte er mit. „Das ist ja mal ein Ding! Mannomann!“, antworte ich und denke mir: Wie lange er gelaufen wäre ohne diesen Roller. Dabei gibt es so viele Leute im Raum wie Sand am Meer. Laut Alexander Bem haben über 10 Tausend Menschen den Jahrmarkt nur an einem Tag besucht!

…Meine Aufmerksamkeit wecken die bunten Sessel. Es stellt sich heraus, dass man sich hier nicht nur erholen, den Atem holen, die Gedanken fassen und die übriggebliebenen Geldern zählen, sondern auch den eigenen Beinen helfen kann. Jawohl! Die junge Frau Christina gibt ihren Kunden je zwei Kunststoffbeutel. Man zieht die auf die Beine an und stellt die Beine in eine Sondervorrichtung. Christina schaltet das Wundergerät ein und der Spaß beginnt. Die Massage und Entspannung dauern 20 Minuten, dann kann man weiter gehen, sozusagen auf den „neuen Beinen“.

Nun habe ich scheinbar alles besichtigt, bin überall gewesen. Es ist Zeit, die Kinder abzuholen. Glücklich und müde nach dem Spielen ziehen sie mich zum … Eiskiosk hin. Hier hast du sowohl Sahneeis in Bechern als auch Schokoladeneis am Stiel. So ein bekannter und beliebter Kindheitsgeschmack! Jeder von uns hat zwei Portionen gegessen, obwohl es schon Herbst ist. Und wir haben es nicht bereut. Mmh, lecker… Warum erzähle ich aber nur über Leckerchen? Die Veranstalter haben sich doch nicht nur um Marktgüter und Verkaufsstellen gekümmert, sondern auch um das Kulturprogramm für die Besucher.

Die Gäste des Jahrmarktes konnten den russischen Schlagerstar, den verdienten Künstler der Russischen Föderation, den Träger des Preises „Chanson des Jahres“ und „Goldenes Grammophon“ Stas Michajlow hören. Man muss sagen, dass der Sänger speziell zur Eröffnung des „Russischen Jahrmarktes“ gekommen ist. Für viele Besucher war das eine echte Überraschung. Die Auftritte von Stas Michajlow bringen immer eine große Ladung der Positivität, denn jedes von seinen Liedern von der Liebe zur Frau und zum Leben geprägt ist. Mit einem Worte richten sich die Texte seiner Lieder an jeden Anwesenden im Saal. Vielleicht gerade deswegen standen die meisten Gäste während seines Auftritts vor der Bühne. Man hat mit Stas Michajlow mitgesungen und mitgetanzt.

Am großen Konzert auf der russischen Hauptbühne Deutschlands waren berühmte Artisten, aber auch Laienkünstler beteiligt.

So, zum Beispiel, die Chanson-, Dance- und Pop-Sängerin Irina Kasper. Erstaunlich, aber diese Dame, ausgebildete Pharmazeutin, arbeitet schon an ihrem vierten Album mit Autorenliedern! Die Zuschauer haben die Sängerin sehr warm aufgenommen. Auch war das Publikum von Ekaterina Schdanowa begeistert. Die starke und faszinierende Stimme der Sängerin ist nicht zu verkennen. Zum ersten Mal trat sie vor die Rampe im Alter von vier, so Katja, und in drei Jahren wurde sie Solistin des Kinderchors. Heute stehen auf dem Spielplan von Ekaterina Schdanowa über 500 Lieder auf Russisch, Deutsch und Englisch. Sie singt gerne Romanzen sowie russische und jüdische Volkslieder.

Man sollte glauben, dass die Bühnenauftritte mehr Interesse beim zarten Geschlecht erwecken würde. Ganz und gar nicht! Wenn die professionelle Tänzerin und Choreographin Olga Voronko auf der Bühne erschien, sah es so aus, als ob der Handel in der ganzen Halle brach lag. Grellfarbige Kostüme, schmissige orientalische Musik, schöner Körper und sanfte Bewegungen haben niemanden kalt gelassen. „Orientalischer Tanz ist unglaublich schön und weiblich, die ungewöhnlichen Rhythmen und Gewandtheit bringen den Zuschauer in ein Märchen und können Wunder wirken. Der Tanz kann zum ganzen Leben werden, wenn man sich nur einmal in seine Welt vertieft“, sagte mir Olga.

Die Lieder aus dem Repertoire unserer Kindheit wurden von den Teilnehmern der Kindergruppe „Surprise“ unter Leitung von Valentina Florio gesungen. Und obwohl die meisten jungen Artisten in Deutschland geboren wurden, konnten sie den Zuschauern die positive Energetik von guten Trickfilm-Liedern wiedergeben. „Wir konnten uns überzeugen, dass es hier viele Talente gibt, über die wir nichts wissen. Hier gibt es wirklich gefundene Fressen. Und diese Artisten leben hier in Deutschland neben uns“, sagt nicht ohne Stolz der Veranstalter Alexander Bem. Eigenartig war auch der Auftritt von Eiskunstläufern aus Moskau auf der Bühne des „Herbstmarktes“. Ein spezieller Bodenbelag hat für die Künstler den Eis ersetzt. Die erstaunlichen Artistenstücke, die märchenhafte Fabel, aber auch die Schönheit des Kunstlaufens haben die Zuschauer in den Bann gezogen.

„Und wieder die graue Nacht, nur der vertraue ich“, scheinbar haben alle 10 000 Besucher des „Russischen Jahrmarktes“ zusammen gesungen. Natürlich, wie konnte ich das vergessen! Die Veranstalter haben zum Konzert die Legende von zwei Generationen eingeladen, den sowjetischen uns russischen Sänger Jurij Schatunow. In seiner Aufführung erklangen die Lieder „Kindheit“, „Rosiger Abend“, „Weiße Rosen“, „Sommer“, „Schließ die Tür hinter mir zu“, „Alles umsonst“ und viele anderen. Der ganze Saal hat mit Jurij Schatunow mitgesungen. Solche einfachen, schlichten Worte haben die Erinnerungen über das Vergangene mitgebracht und für eine ganze Stunde alle vereinigt, die an diesem Abend den „Russischen Jahrmarkt“ in Bad Salzuflen besucht haben. Nach dem Konzert hat uns Jurij Schatunow hat uns seine Pläne mitgeteilt: „Die Ferien sind zu Ende, der Sommer ist vorbei. Es ist Zeit, sich an die Aufnahme des neuen Albums daranzumachen. Ich glaube, die Arbeit im Studio wird produktiv und interessant. In diesem Zusammenhang werde ich mich für die Mitarbeit mit neuen Autoren, Komponisten und Arrangeuren freuen, die sich an der Aufnahme des neuen Albums beteiligen möchten“.

Zwei Tage hat unser „Russischer Jahrmarkt“ gesungen und getanzt. Zwei Tage wurde ein schwunghafter Handel getrieben und alle möglichen Waren und Dienstleistungen präsentiert. Nach der einstimmigen Meinung von der Mehrheit meiner Gesprächspartner konsolidieren solche Veranstaltungen die Menschen, geben die Möglichkeit, populäre Artisten zu hören. Und was besonders wichtig ist, den Tag mit der Familie, mit Verwandten und Freunden zu verbringen. Der Jahrmarkt ist zu Ende, und die Veranstalter haben schon angefangen, den neuen Russischen Jahrmarkt 2017 vorzubereiten, der am 3. und 4. Juni 2017 stattfindet.

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